Lebhaftes Chatting, tödliches Stalking Es beginnt ganz harmlos: Linda lernt einen Typen im Schüler-Chatroom kennen - höflich, unaufdringlich, angenehm.

Natürlich verrät Linda ihm nicht ihre privaten Daten, schließlich ist sie nicht blöd.

Und genau an diesem Punkt – ohne nun zu viel vom Buchinhalt zu verraten – hätte ich mir einen gegensteuernden Ansatz bzw.

eine intensivere Ausarbeitung gewünscht, sprich das der jugendliche Leser einen Gedankenansatz bekommt, um über sein Tun und Handeln in den Welten des Cyberspace nachzudenken.

Mag vielleicht Empfindungssache sein – ich hatte anfangs ein wenig Findungsprobleme: so musste ich erst einmal die Personen sortieren, sowie auch gleich einen Handlungs-Höhepunkt verarbeiten, der mir erst einmal nicht wirklich in die Handlung passen wollte, aber nach einer kurzen Lesezeit ging es dann.

Ich denke mal, hier kann ein Kind / Jugendlicher schon vielleicht geringe Probleme bekommen und vielleicht auch die Lust verlieren, denn wenn man nicht genau und aufmerksam liest, kann man schnell ins "schleudern" kommen.

Nun gut, der Unterhaltungswert ist nicht so hoch, wie man es von einem angepriesenen Thriller erwartet, aber es ist durchaus eine durchgehende Spannung vorhanden, auch wenn diese manchmal gewaltig abflacht, weil der Schreibstil dann doch für massive Längen sorgt, bedingt durch exzessives durch kauen mancher Handlungspassagen. Sie hat einen anfangs noch netten Jungen im Schulchat kennen gelernt, Kaktus.

Doch plötzlich verschwindet er spurlos aus dem Chatroom und einige Tage später beginnen fiese Stalkingaktionen gegen Linda. B., dass ihre Urlaubsfotos verändert wurden und sie dann oben ohne mit Monsteroberweite zeigt.Langsam kapselt sie sich von ihrer Familie, von ihren Mitmenschen ab. Etwas später wird Linda in den Fahrradkeller eingesperrt und das bearbeitete Urlaubsbild taucht mit ihrer Handynummer auf einer Sexwebsite auf.Nur ihre Freundin Julchen lässt sie an sich ran, denn nur sie weiß von Linda's mysteriösem Stalker und hat versprochen, Linda zu helfen ihn zu finden. Sie ist sich ganz sicher, dass Kaktus ihr Peiniger ist. Dann stirbt auch noch ihr Opa, der sich durch einen Eindringling erschrikt, an einem Herzinfarkt.Lest das Buch und bildet euch selbst eine Meinung über Stalking und Linda's Verhaltensweisen. Über diese Frage musste ich noch sehr lange nachdenken. Das Buch informiert auch etwas über dieses moderne Problem. Du kannst dir keine Hilfe suchen, denn seit du als kleines Kind in Panik ausgebrochen bist, weil deine große Schwester ins Krankenhaus musste, hört die keiner mehr zu. Stell dir vor, du bist in so einer Sittuation- und, hast du Angst? Eine bedrohung ohne Namen, ohne Gesicht- was machst du?Angst hat sie- Linda, denn für sie ist es keine Vorstellung, kein grauenhafter Gedanke, für sie ist es schreckliche Realität. Du kannst dir keine Hilfe suchen, denn seit du als kleines Kind in Panik ausgebrochen bist, weil deine große Schwester ins Krankenhaus musste, hört die keiner mehr zu. Stell dir vor, du bist in so einer Sittuation- und, hast du Angst?Und der Stalker lässt nicht locker - im Gegenteil: Er befindet sich in tödlicher Nähe ...